Sinn stiften

Die Stiftung Diakonie Hessen konnte in den ersten dreizehn Jahren ihres Bestehens bereits diakonische Projekte mit einem Gesamtbetrag von über 3 Mio Euro unterstützen. Ohne zahlreiche Stifterinnen und Stifter, sowie Spenderinnen und Spender, wäre dies nicht möglich.

 

Viele Privatpersonen haben ihre Geldbörsen weit geöffnet. So bei der Errichtung von Unterstiftungen und Stiftungsfonds, sowie bei der FAZ-Weihnachtsaktion 2008 für den Aufbau eines Netzwerks von Familienhebammen, das inzwischen durch staatliche Mittel weiter ausgebaut wurde. Einige haben ein Vermächtnis oder sogar ihr gesamtes Erbe für den Aufbau einer Stiftung zur Verfügung gestellt, damit sie auf diese Weise über ihren Tod hinaus dauerhaft eine wichtige diakonische Arbeit weitergeführt wissen.

 

Dann ist die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zu nennen, die speziell den Stiftungsfonds DiaDem für demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen kräftig unterstützt und damit viele andere zum Stiften angeregt hat. Einzelne diakonische Organisationen wie die Familienerholung in Deutschland oder der Verein Orbishöhe konnten ihre Arbeit in den bisherigen Formen nicht weiterführen und haben durch den Aufbau einer Stiftung ihren Satzungszweck sinnvoll fortführen können.

 

Nach der Erweiterung der Stiftung auf das Gebiet von Kurhessen-Waldeck im Jahr 2013 konnte die Stiftung durch Zustiftungen durch die nordhessische Diakonie und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck erheblich vergrößert werden. Damit wurden vor allem die Schwerpunktthemen Kinderarmut, Jugendberufshilfe und Hospizdienste ausgestattet.

Neben den Stiftungsfonds und den Unterstiftungen fördert auch die Stiftung Diakonie Hessen zahlreiche Projekte unmittelbar. Eine kleine Auswahl:


Innovatives Wohnprojekt für junge Wohnungslose

Mit der offiziellen Schlüsselübergabe startete Anfang 2019 das innovative Projekt "DOCK 30" in Groß-Gerau. 12 jungen Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind, wird hier eine Perspektive ermöglicht. Das Modellprojekt bietet einen Ort zum Ankommen, Haltfinden und Lebensmut schöpfen.

Die Stiftung Diakonie Hessen hatte das ehemalige Verwaltungsgebäude des Ev. Dekanats Groß-Gerau erworben und umgebaut. Die Stiftung unterstützt damit erstmals unmittelbar die soziale Arbeit, bisher wurden die Fördermittel für soziale Projekte diakonischer Einrichtungen verwendet.

Bisher investierte die Stiftung ihr Kapital im Rahmen der nachhaltigen Vermögensanlage auf den Finanzmärkten, um aus den Erträgen wiederum Mittel zur Förderung diakonischer Projekte und Einzelfallhilfen zu generieren. Mit dem Erwerb des ehemaligen Dekanatsgebäudes in Groß-Gerau und der Vermietung an das Diakonische Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim betritt die Stiftung "Neuland". Sie legt einen Teil des Kapitals in Form einer Immobilie an und ermöglich hierdurch einer diakonischen Einrichtung, das Projekt "DOCK 30" für junge wohnungslose Menschen zu realisieren. Aus den Mieterträgen kann die Stiftung dann wiederum weitere diakonische Projekte fördern. "Es ist für unsere Stiftung ein gute Investition – in vielfacher Hinsicht!“, betonte der Stiftungsvorsitzende Rudolf Herfurth bei der offiziellen Schlüsselübergabe. 

Ein innovatives und doppelt diakonisches Engagement - das nennen wir Sinn stiften!

Bild: © Stiftung Diakonie Hessen

 


Menschen vor Wohnungsräumung brauchen schnelle und einfache Hilfe!

Wie können Menschen trotz hoher Mietschulden eine Räumung ihrer Wohnung verhindern? Was man dagegen machen kann, zeigt die Diakonie Hessen nun in einem Erklärvideo.
Finanziert wurde das Projekt mit Unterstützung der Stiftung Diakonie Hessen und der Glücksspirale.
Bild: © Diakonie Hessen

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Keine Chance für Gewalt

Mit einem Betrag von 1.000 Euro hat die Dachstiftung ein Anti-Gewalt-Seminar an einer Schule in Hofheim am Taunus unterstützt.
Unter der Anleitung von professionellen Trainern wurden die Schüler aktiv mit dem Thema Gewalt konfrontiert, um daraufhin gewaltfrei Lösungsstrategien zu entwickeln. Damit die Schüler auch persönliche Themen ansprechen konnten, waren Lehrer nur in Absprache mit den Anti-Gewalt-Trainern dabei. Ein tolles Projekt, findet auch die Schule, die Gewaltprävention nun in das Schulprogramm integrieren möchte.

 

Bild: © Wichern-Schule MTK

 


Familienhebammen im Rhein-Main-Gebiet

Mit Unterstützung durch die Leser der Frankfurter Allgemeinen Zeitung konnten 268.664,00 Euro zur Verfügung gestellt werden. Es handelt sich bisher um das größte Einzelprojekt der Stiftung Diakonie Hessen.


Gib einem Kind deine Hand

Mit einem Betrag von 2.500,00 Euro beteiligt sich die Dachstiftung an einem ganzheitlichen Förderprogramm für Kinder aus Migrantenfamilien in Frankfurt am Main. Dieses erfolgreiche Mentoringprojekt wird von dem Verein „Frauenrecht ist Menschenrecht (FiM) organisiert.


sinnvoll

"Ach, es gibt nur ein Problem, ein einziges in der Welt. Wie kann man den Menschen eine geistige Bedeutung, eine geistige Unruhe wiedergeben; etwas auf sie herniedertauen lassen, was einem Gregorianischen Gesang gleicht!

 

Sehen Sie, man kann nicht mehr leben von Eisschränken, von Politik, von Bilanzen und Kreuzworträtseln. Man kann es nicht mehr."

 

 

Antoine des Saint-Exupéry (aus: Brief an einen General)