v.l.n.r. Prof. Dr. Jan-Henning Klusmann, PD Dr. Dr. Christoph Königs, Dipl.-Päd. Jana Vogler, Wilfried Knapp und Stefan G. Reuß bei der Scheckübergabe

50.000 Euro für chronisch kranke Kinder und Jugendliche

Sparkassen- und Giroverband spendet für StiHckK

Mit einem symbolischen Scheck überreichte Stefan G. Reuß (rechts im Bild), Geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, eine großzügige Spende in Höhe von 50.000 Euro an die Stiftung „Hilfe für chronisch kranke Kinder“. Die Stiftung engagiert sich seit fast 20 Jahren für die Betreuung junger Menschen an der Immundefektambulanz der Frankfurter Uniklinik.

„Die Unterstützung der jungen Menschen ist wichtig, um deren Ressourcen und Kompetenzen zu entfalten und zu stärken. Gemeinsam mit den Familien können so soziale, finanzielle und medizinische Problemlagen bewältigt werden“, betonte Reuß bei der Übergabe und dankte dem Team der Uniklinik für seine engagierte Arbeit.

Konkrete Hilfen für betroffene Familien

Auch Wilfried Knapp, Direktor der Stiftung Diakonie Hessen, zeigte sich dankbar: „Dank dieser Zuwendung können wir die psychosoziale Begleitung fortsetzen und in besonderen Fällen niedrigschwellig ganz konkrete Hilfe leisten – etwa bei Fahrtkosten zur Klinik oder Babymilch.“ Die Stiftung unterstützt Familien dort, wo andere Hilfen nicht greifen – schnell, unbürokratisch und direkt.

Zusätzliche psychosoziale Betreuung benötigt

Die Immundefektambulanz in Frankfurt betreut in Hessen rund 100 infizierte und etwa 80 exponierte junge Menschen. Viele von ihnen leben mit einer chronischen Erkrankung, die ihren Alltag stark beeinträchtigt. Aufgrund der besonderen und schwierigen Lebensumstände der Adoleszenten und jungen Erwachsenen wird eine zusätzliche psychosoziale und medizinische Betreuung außerhalb der Leistungen der Krankenversicherung dringend benötigt“, erklärte Prof. Dr. Jan-Henning Klusmann, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Frankfurt. Gerade Jugendliche machten sich im Kontext ihrer Erkrankung Gedanken über ihr Leben, Freundschaften, Partnerschaft und Sexualität.

Vetrauen als Schlüssel

PD Dr. Dr. Christoph Königs, behandelnder Arzt an der Ambulanz, beschreibt die besondere Herausforderung für die Jugendlichen: „Die jungen Menschen tragen ihre Krankheit mit sich herum wie ein Geheimnis. Sie können kaum darüber sprechen, ohne Ablehnung und Vorurteile befürchten zu müssen. In der Klinik finden sie ein Team, das sie auf Augenhöhe begleitet.“ Die Stiftung trage dazu bei, dass die Jugendlichen ein stabiles Verhältnis zur Ambulanz entwickeln – ein entscheidender Faktor, damit sie ihre Medikamente zuverlässig einnehmen. „Das bedeutet Lebensjahre und echte Prävention“, so Königs.

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