(c) Alexander von Schilling

Wer ist hier eigentlich dement?

Diese Frage taucht durchaus auf bei Aufführungen von Theaterprojekten die in gemischten Gruppen von dementen und nichtdementen Personen eingeübt werden. Mehrere solcher spannenden Projekte konnten durch den Stiftungsfonds DiaDem gefördert werden – zum Beispiel in Eschborn-Niederhöchstadt, in Mainz und im Kreis Offenbach.

Die Theaterprojekte setzen bei dem Potenzial an, das die an Demenz Erkrankten mitbringen. Da ist oft noch viel vorhanden, was beispielsweise Angehörige gar nicht mehr wahrnehmen. Die Theaterarbiet fördert das zu Tage und ermöglicht Erfolgserlebnisse, an die viele gar nicht mehr geglaubt haben. Theater spricht den Spielenden auf ganz unterschiedlichen Ebenen an: Auf der kognitiven Seite, ich muss mich konzentrieren, Ideen entwickeln und mir ein bisschen Text merken. Auf der körperlichen Seite: Ich bleibe in Bewegung, spiele oder tanze. Und schließlich auf der emotionalen Ebene. Eine Theatergruppe wächst schnell zusammen in der Entwicklung eines Theaterstücks. Man stützt sich gegenseitig, erzählt sich voneinander, umarmt sich, kommt sich nahe und fühlt sich für einander verantwortlich. Das hilft vor allem vielen Senioren, die im Alltag eher einsam und allein oder getrennt von ihren Familien leben.

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